| Der Ehrenhain wurde
am Samstag, den 20. Juli 1996, zum 8. Deutschen Bergmannstag, durch
den Traditionsverein Wismut eingeweiht. Zur Einweihungszeremonie
waren unter anderem der Staatssekretär in Sachsens Umweltministerium,
Herr Dieter Reinfried, der Geschäftsführer der Wismut
GmbH, Herr Dr. Manfred Hagen, der Präsident des Vereins, Herr
Dr. Reinhard Schmidt, sowie die Bürgermeister der umliegenden
Ortschaften und Mitglieder des Vereins erschienen.
Der Bergbautraditionsverein Wismut ließ den
Gedenkstein an jener Stelle errichten, wo 1955 im Juli 33 tote Bergleute
einer Brandkatastrophe zu Tage gebracht worden waren. An jener Stelle
befand sich das Fördergerüst des Schachtes 250.
Neben der Ehrung der verunglückten Bergleute
jener Brandkatastrophe soll aber auch an all jene Bergleute erinnert
werden, welche in Folge von Berufskrankheiten ihr Leben verloren.
Die häufigste Todesursache war dabei Silikose, Steinstaublunge. |
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Die offiziellen Zahlen wurden in
der Chronik der Wismut GmbH genannt. Von ehemals mehr als 500.000
Beschäftigten im Zeitraum von 45 Jahren erkrankten etwa 15.000
Bergleute an Silikose. Etwa 7.000 strahlenbedingte Krebserkrankungen
wurden anerkannt, wobei man verallgemeinernd feststellen kann, dass
die größte Zahl der Erkrankungen aus der Zeit vor 1950
zu verzeichnen ist. In jener Zeit waren die Menschen durch die Auswirkungen
des Krieges, durch Mangelkrankheiten und Unterernährung anfälliger.
Der Arbeitsschutz und die Gesundheitsfürsorge wurde Anfang
der 50er Jahre wesentlich verbessert, was zu einer entscheidenden
Abnahme der Berufskrankheiten führte. Gegenwärtig geht
man davon aus, dass man mit der Zunahme von 200 Erkrankungen jährlich
rechnen muss. |
| In jedem Jahr treffen sich die ehemaligen
Bergleute, Angehörige von verunglückten und zu Tode gekommenen
Bergleuten sowie Vertreter des öffentlichen Lebens zur Ehrung
der Toten. Das ehrende Gedenken ist der Auftakt des Bad Schlemaer
Bergmannstages, welcher immer am ersten Samstag im Monat Juli stattfindet. |