| 1948 |
Aufbau einer beruflichen Grubenwehr unter sowjetischer
Leitung. Die Hauptstelle befand sich in Oberschlema. Grubenwehrleute
aus dem Zwickau – Oelsnitzer Steinkohlerevier und vor
allem ehemalige Grubenwehrangehörige aus Schlesien, den
Sudeten, sollten hier ihre Erfahrungen einbringen können.
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| 1949 |
Am 6. April 1949 trat die Anordnung über das Grubenrettungswesen
in der Sowjetischen Besatzungszone auf Weisung der Deutschen
Wirtschaftskommission in Kraft. Eine Ausnahme bildete die SAG
Wismut. Hier wurde eine eigenständige Grubenwehr nach sowjetischem
Vor- bild aufgebaut. Im Dezember konnte sich die neu aufgebaute
Grubenwehr der SAG Wismut bei einem Grubenbrand im Objekt 01
Johanngeorgenstadt bewähren. |
| 1955 |
Im Juli 1955 wurde die Grubenwehr beim bisher schwersten Grubenunglück
der SDAG Wismut eingesetzt. Insgesamt 450 Grubenwehrmitglieder
der Wismut und aus dem Grubenrettungswesen der DDR kamen zum
Einsatz. Durch großen Mut und Tapferkeit und unter großen
physischen Belastungen konnten zahlreiche Kumpel gerettet werden.
8 Grubenwehrmänner bezahlten diesen Einsatz mit ihrem Leben.
In Auswertung des schweren Grubenunglücks wurde im November
des Jahres die Bezirksrettungsstelle 7 in Oberschlema aufgebaut
und der Hauptstelle Leipzig zugeordnet. Gleichzeitig wurden
auf den Schächten Rettungsstellen des Grubenrettungswesens
eingerichtet und eine freiwillige Grubenwehr aufgebaut. Ihre
Stärke betrug 3% der Untertagebelegschaft. |
| 1962 |
Im Raum Aue waren zum Zeitpunkt die Rettungsstelle 1 Niederschlema
mit 76 Wehrmitgliedern, die Rettungsstelle auf dem Schacht 38
mit 111 Wehrmitgliedern, die Rettungsstelle Schacht 371 mit
134 Wehrmitgliedern, die Rettungsstelle Schacht 207 mit 75 Wehrmitgliedern
und die Rettungsstelle Schacht 366 mit 132 Wehrmitgliedern einsatzbereit. |
| 1963 |
Aufbau des Grubenhilfsdienstes. Dieser unterstützte die
Grubenwehr während des Einsatzes. |
| 1964 |
Einrichtung von Gerätestützpunkten auf den Schächten
38 und 366, um die Alarmierungszeiten zu verringern. Zwei Einsatzfahrzeuge
vom Typ B 1000 wurden übergeben. Ein Fahrzeug war mit einer
zentralen Dichtprüfanlage für die Variante „Brandbekämpfung“
ausgerüstet. Auf dem zweiten Fahrzeug befand sich die Ausrüstung,
um verschüttete Bergleute zu retten. |
| 1969 |
Umstrukturierung des Grubenrettungswesens. Alle Oberführer
und Gerätewarte des Bergbaubetriebes wurden dem Leiter
der Rettungsstelle 1 unterstellt. Die grubenwehrtechnische Ausbildung
war ein Schwerpunkt der Schulung der Wehrmänner. In diesem
Jahr wurde das Rettungsbohrsystem aufgebaut. |
| 1970 |
Der Rettungsstelle 1 Niederschlema mit 45 Wehrmitgliedern
waren 3 Rettungsstellen mit 310 Wehrmitgliedern unterstellt.
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| 1975 |
Grubenbrand im Schacht 371 bei Hartenstein. Es wurden im
Zeitraum vom 12. bis 22. März 256 Wehrmitglieder eingesetzt.
Grubenbrand im thüringer Bergbaubetrieb Reust. Vom 27.
November bis zum 1. Dezember kommen 130 Wehrmitglieder zum Einsatz.
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| 1976 |
Brand in einem Überhau im Bergbaubetrieb Schmirchau /Thüringen.
Vom 6. bis 13. Mai werden 81 Wehrmitglieder eingesetzt. |
| 1977 |
Grubenbrand im Bergbaubetrieb Schmirchau. Hier kommen vom
19. bis 24. April 78 Wehrmitglieder zum Einsatz. Im Schacht
371 werden vom 19. bis zum 24. Oktober 248 Wehrmitglieder bei
der Bekämpfung eines Grubenbrandes auf mehreren Sohlen
eingesetzt. |
| 1981 |
Vom 22. Januar bis zum 2. Februar werden 219 Wehrmitglieder
auf dem Schacht 371 zur Brandbekämpfung und zu umfangreichen
Abdämmarbeiten eingesetzt. |
| 1987 |
Vom 19. bis 22. Januar werden 33 Wehrmänner des Bergbaubetriebes
Aue zur Brandbekämpfung und bei der Suche nach drei vermissten
Bergleuten in der Schachtanlage Bernhard-Koenen eingesetzt.
Vom 7. bis 24. April 1987 kommen 186 Wehrmitglieder bei der
Bekämpfung eines Grubenbrandes im Schacht 371 zum Einsatz.
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| 1988 |
Im August werden 12 Wehrmitglieder zu Hilfsleistungen im Pumpspeicherwerk
Markersbach eingesetzt. |
| 1989 |
Bis 1989 wurde die Grubenwehr des Bergbaubetriebes Aue zu
mehreren überbetrieblichen Einsätzen angefordert.
Den hohen Ausbildungsstand belegen zahlreiche Ehrungen. Im Rahmen
der überbetrieblichen Leistungsvergleiche belegte die Grubenwehr
des Bergbaubetriebes Aue 1976 und 1989 den ersten Platz. |
| 1991 |
Nach Bildung der Wismut GmbH wurde die berufliche Grubenwehr
umorganisiert. |
| 1992 |
Am 31. Dezember 1992 wurde die berufliche Grubenwehr aufgelöst. |
| 1997 |
Hilfsleistungen im Sinne des Bundesberggesetzes § 74
im Grubenfeld Himmelsfürst Freiberg. Es wurden 37 Wehrmitglieder
bei Bergungsarbeiten eingesetzt. |