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Im Monat April findet im Kulturhaus „Aktivist“ eine
Buchlesung statt. Die Mitarbeiter des Museums Uranbergbau konnten
für den 8. April Frau Eva Prase gewinnen. Sie stellt ihr Ende
des Jahres 2004 im Chemnitzer Druck- und Verlagshaus erschienenes
Buch “Trümmer, Träume, Neues Leben – Sachsen
nach dem Krieg“ im kleinen Saal des Kulturhauses „Aktivist“
vor.
Das Buch schildert die Erlebnisse von Zeitzeugen, wie sich das Leben
im zerstörten Nachkriegsdeutschland und in Sachsen gestaltete.
Verlorene Heimat, gefallene Väter, Ehemänner und Brüder
belasteten die Überlebenden und ließen wenig Hoffnung
aufkommen. Lebensmittelkarten, Kleider aus Bettzeug, Herrenanzüge
aus Militärstoffen und Igelitschuhe, all dies ist heute kaum
noch vorstellbar. Berichte über Hamsterfahrten und von „Schwarzmärkten“
wirken heute wie abenteuerliche Überlieferungen aus längst
vergangenen Zeiten, und doch ist all dies vor 60 Jahren alltäglich
gewesen.
Im Buch kommen sächsische Zeitzeugen zu Wort, einfache Menschen
und prominente Persönlichkeiten. Neben der Eiskunstlauf-Trainerin
Jutta Müller, dem Schriftsteller Gerhard Zwerenz berichten
auch ehemalige Wismutkumpel von den schweren Nachkriegsjahren, von
den Anfängen ihres beruflichen Werdeganges und späterem
Lebensweg.
Die Mitarbeiter des Museums Uranbergbau laden alle Interessenten
zur Buchlesung am 8. April um 15.00 Uhr in das Kulturhaus „Aktivist“
ein. Die Teilnahme an der Buchlesung ist kostenlos. Für die
gastronomische Versorgung der Gäste ist gesorgt.
Hermann Meinel
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